Tablet für Noten
Bei Noten entscheidet zuerst die Bildschirmgröße, dann die App. Die Rechenleistung des Tablets spielt praktisch keine Rolle.
Ein Notenblatt im Format DIN A4 ist 29,7 Zentimeter hoch. Ein Tablet mit 11 Zoll Diagonale zeigt es verkleinert, aber bei normalem Notensatz noch gut lesbar. Ab 12,9 Zoll kommst du der Originalgröße nahe genug, dass auch kleine Stimmen im Orchester noch entzifferbar sind.
Der zweite Punkt wird häufig unterschätzt: die Software entscheidet, ob das Ganze im Alltag trägt. Eine Notenbibliothek muss Setlisten verwalten, Anmerkungen speichern und zuverlässig blättern, ohne dass du das Instrument aus der Hand legst.
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Die Größe entscheidet über die Lesbarkeit
Für Klavierauszüge und Chorstimmen mit großem Notensatz reichen 11 Zoll. Für Orchesterstimmen mit vielen Systemen pro Seite oder für Leute, die den Notenständer weiter weg stehen haben, sind 12 bis 13 Zoll die bessere Wahl.
Wichtiger als die Auflösung ist die Entspiegelung. Auf der Bühne und bei Sonne durch ein Kirchenfenster ist ein glänzender Bildschirm schnell unbrauchbar. Eine matte Schutzfolie kostet wenig und löst das.
Das Gewicht zählt am Notenständer weniger als gedacht, dafür die Standfestigkeit. Ein Tablet-Halter mit Klemme ist sicherer als ein aufgeklappter Ständer.
Apple iPad mit 11 Zoll und A16
AppleTablet mit 11-Zoll-Display, 128 GB Speicher und Unterstützung für den Apple Pencil.
- Für Notenprogramme die am besten unterstützte Plattform
- Bildschirm groß genug für eine ganze Seite
- Bekommt viele Jahre Systemaktualisierungen
- Teurer als Android-Tablets mit ähnlicher Größe
- Stift kostet extra
Schaut man sich die Rezensionen und Erfahrungsberichte im Web genauer an, ergibt sich ein recht einheitliches Bild: Musikerinnen und Musiker nennen fast immer die Software als Grund für Apple, nicht die Hardware. Die verbreiteten Notenprogramme erscheinen dort zuerst.
Die App ist wichtiger als die Hardware
Die verbreiteten Notenprogramme mit Bibliothek, Setlisten und Anmerkungen sind zuerst für iPadOS erschienen und dort am ausgereiftesten. Das ist der eigentliche Grund, warum in Orchestern so viele Apple-Geräte stehen, nicht die Hardware.
Unter Android gibt es Programme für dieselbe Aufgabe, die Auswahl ist aber kleiner und der Funktionsumfang oft geringer, besonders beim Annotieren mit dem Stift.
Wenn du Noten nur als PDF anzeigen und blättern willst, reicht ein günstiges großes Android-Tablet völlig.
BIRDCLAW P12 Pro mit 12 Zoll
BIRDCLAWAndroid-Tablet mit 12-Zoll-Display, 120 Hz und großem Akku, deutlich günstiger als vergleichbare Apple-Geräte.
- 12 Zoll, zeigt eine Notenseite nahezu in Originalgröße
- Großer Akku für lange Proben
- Kostet einen Bruchteil eines iPad in dieser Größe
- Auswahl an Notenprogrammen unter Android kleiner
- Verarbeitung nicht auf Markenniveau
Schaut man sich die Rezensionen und Erfahrungsberichte im Web genauer an, ergibt sich ein recht einheitliches Bild: Als reines Anzeigegerät für PDF-Noten wird die Größe gelobt. Wer viel mit dem Stift annotiert, stößt eher an Grenzen.
Blättern ohne Hände
Ein Bluetooth-Fußtaster ist die Anschaffung, die den größten Unterschied macht. Er kostet wenig und ersetzt genau die Bewegung, für die du beim Spielen keine Hand frei hast.
Achte darauf, dass der Taster zwei Pedale hat, also vor und zurück. Modelle mit nur einem Pedal sind im Ernstfall unbrauchbar.
Zweiter Tipp aus der Praxis: schalte den Ruhemodus des Tablets ab und lade es vor dem Auftritt voll. Ein Tablet, das mitten im Stück dunkel wird, ist schlimmer als jedes vergessene Notenblatt.
Häufige Fragen
- Welche Größe brauche ich für Noten?
11 Zoll reichen für Klavierauszüge und großen Notensatz. Für Orchesterstimmen mit vielen Systemen pro Seite sind 12 bis 13 Zoll deutlich angenehmer.
- iPad oder Android?
Die ausgereiftesten Notenprogramme erscheinen zuerst für iPadOS. Wer nur PDF-Noten anzeigen will, kommt mit einem günstigen Android-Tablet gut zurecht.
- Wie blättere ich beim Spielen um?
Mit einem Bluetooth-Fußtaster mit zwei Pedalen. Das ist die sinnvollste Ergänzung überhaupt.
- Ist der Bildschirm auf der Bühne lesbar?
Mit einer matten Folie ja. Ohne sie spiegeln glänzende Displays bei Bühnenlicht stark.
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