Audio
Im Homeoffice zählt nicht, wie gut du hörst, sondern wie gut man dich versteht. Das entscheidet das Mikrofon, nicht der Treiber.
Die meisten Headsets werden nach Klang beworben und nach Mikrofon beurteilt. Wer den ganzen Tag in Besprechungen sitzt, sollte in dieser Reihenfolge auswählen: Mikrofon, Tragekomfort, dann Klang. Ein Headset, das nach zwei Stunden drückt, nimmst du ab, egal wie gut es klingt.
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Ratgeber in diesem Bereich
Mikrofon: Richtcharakteristik schlägt Preis
Ein Kardioid-Mikrofon nimmt vor allem das auf, was direkt davor ist, und blendet die Seiten ab. Genau deshalb klingen günstige kabelgebundene Headsets im Call oft besser als teure Funkmodelle mit versenktem Mikrofon.
Der Abstand zum Mund ist der zweite Hebel. Zwei bis drei Zentimeter seitlich vor dem Mundwinkel, nicht direkt davor, sonst bekommt jedes P einen Knall.
Razer BlackShark V2 X
RazerKabelgebundenes Headset mit 3,5-Millimeter-Klinke und Kardioid-Mikrofon, das seitlich abgewandte Geräusche stärker ausblendet.
- Mikrofon mit klarer Richtcharakteristik
- Klinke, läuft an PC und Konsole ohne Treiber
- Sehr leicht, drückt auch nach Stunden wenig
- Kabel fest verbunden
- Ohrpolster aus Kunstleder werden warm
Schaut man sich die Rezensionen und Erfahrungsberichte im Web genauer an, ergibt sich ein recht einheitliches Bild: In Gesprächsaufnahmen wird die Stimme als deutlich verständlicher beschrieben als bei vielen teureren Funk-Headsets. Kritik trifft meist die Polster.
Wohin mit dem Headset zwischen den Terminen
Auf dem Tisch liegend wird das Kabel geknickt, am Monitor gehängt verformt sich der Bügel. Ein Ständer mit breiter Auflage kostet wenig und verlängert die Lebensdauer spürbar.
Neetto HS906 Kopfhörerständer
NEETTOStänder aus Holz und Metall mit breiter Auflage für den Bügel, dazu eine Ablage im Fuß.
- Breite Auflage, verformt den Bügel nicht
- Steht auch mit schweren Headsets stabil
- Kabel lässt sich aufwickeln
- Braucht rund 12 mal 12 Zentimeter Stellfläche
- Holzoptik passt nicht zu jedem Aufbau
Schaut man sich die Rezensionen und Erfahrungsberichte im Web genauer an, ergibt sich ein recht einheitliches Bild: Dass der Bügel nicht mehr eingedrückt wird, ist der Punkt, der am häufigsten genannt wird. Über die Standfestigkeit gibt es kaum Klagen.
Wenn kein Headset auf soll
Die Lautsprecher in Monitoren sind fast immer eine Notlösung mit dünner Mittenwiedergabe. Eine kompakte Soundbar unter dem Bildschirm braucht keinen zusätzlichen Platz und hebt Sprachverständlichkeit deutlich.
Für Musik mit Tiefton reicht das nicht, dafür braucht es Boxen mit ordentlichem Volumen oder einen Subwoofer.
Trust GXT Rhox PC-Soundbar
GXTrustKompakte Soundbar mit 12 Watt, die über USB mit Strom versorgt und per Klinke angeschlossen wird.
- Ein USB-Anschluss reicht für den Strom
- Passt unter den Monitorfuß
- Lautstärke direkt am Gerät
- Wenig Tiefton, kein Ersatz für Boxen mit Subwoofer
- Klinke, kein Bluetooth
Schaut man sich die Rezensionen und Erfahrungsberichte im Web genauer an, ergibt sich ein recht einheitliches Bild: Als Ersatz für die Lautsprecher im Monitor wird der Unterschied als groß beschrieben. Wer Musik hört, vermisst den Bass.
Häufige Fragen
- Kabelgebunden oder kabellos?
Für Calls ist kabelgebunden mit Klinke die unkomplizierteste Lösung, weil kein Akku leer wird und kein Treiber fehlt.
- Warum klinge ich dumpf?
Meist sitzt das Mikrofon zu weit weg oder direkt vor dem Mund. Zwei bis drei Zentimeter seitlich vor dem Mundwinkel ist die richtige Position.
- Reicht das Mikrofon im Laptop?
Für kurze Absprachen ja. Sobald der Raum hallt oder eine Tastatur mitläuft, hört man den Unterschied zu einem Headset sofort.