Headset mit gutem Mikrofon

Für Calls zählt nicht, wie gut du hörst, sondern wie gut man dich versteht. Dafür ist die Bauart des Mikrofons wichtiger als der Preis.

Headsets werden nach Klang beworben und nach Mikrofon beurteilt. Wenn du den ganzen Tag in Besprechungen sitzt, solltest du in dieser Reihenfolge auswählen: Mikrofon, Tragekomfort, dann Klang.

Der wichtigste technische Punkt ist die Richtcharakteristik. Ein Mikrofon, das nur nach vorne hört, blendet Tastatur, Lüfter und Straßenlärm weitgehend aus. Genau deshalb klingen einfache kabelgebundene Headsets im Call oft besser als teure Funkmodelle mit versenktem Mikrofonarm.

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Richtcharakteristik schlägt Preis

Ein Kardioid-Mikrofon nimmt vor allem auf, was direkt davor ist. Alles von der Seite und von hinten wird gedämpft. Das ist im Homeoffice die wirksamste Eigenschaft überhaupt, weil dort Tastatur und Lüfter mitlaufen.

Ein herausziehbarer oder abnehmbarer Mikrofonarm ist besser als ein im Ohrmuschelrand verstecktes Mikrofon, weil er näher an den Mund kommt. Jeder Zentimeter näher verbessert das Verhältnis von Stimme zu Raumgeräusch.

Rauschunterdrückung in der Software hilft zusätzlich, kann aber die Stimme dumpf machen. Ein gutes Mikrofon vorne braucht sie kaum.

Razer BlackShark V2 X

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Kabelgebundenes Headset mit 3,5-Millimeter-Klinke und Kardioid-Mikrofon, das seitlich abgewandte Geräusche stärker ausblendet.

Vorteile
  • Mikrofon mit klarer Richtcharakteristik
  • Klinke, läuft an PC und Konsole ohne Treiber
  • Sehr leicht, drückt auch nach Stunden wenig
Zu beachten
  • Kabel fest verbunden
  • Ohrpolster aus Kunstleder werden warm
Einordnung: Wenn dein Ziel ein brauchbares Mikrofon im Call ist und nicht der letzte Klangunterschied, reicht diese Klasse.
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Die richtige Position

Zwei bis drei Zentimeter seitlich vor dem Mundwinkel ist die richtige Stelle. Direkt vor dem Mund bekommt jedes P und B einen Knall, zu weit weg klingt die Stimme hohl und der Raum wird hörbar.

Wenn du dumpf klingst, liegt es fast immer an der Position und nicht am Gerät. Das ist der häufigste Fehler und kostet nichts, ihn zu beheben.

Ein Schaumstoffaufsatz auf dem Mikrofon dämpft Atemgeräusche. Er kostet ein paar Euro und ist bei fast jedem Headset dabei, wird aber gern weggelassen.

Kabel oder Funk

Für Besprechungen ist ein Kabel mit Klinke die unkomplizierteste Lösung. Kein Akku, der leer wird, kein Treiber, der fehlt, keine Verzögerung.

Funk lohnt sich, wenn du beim Telefonieren aufstehst oder herumläufst. Achte dann auf Modelle mit ausklappbarem Mikrofonarm, sonst verlierst du genau den Vorteil, um den es hier geht.

Wenn dein Headset zwischen den Terminen auf dem Tisch liegt, verlängert ein Ständer die Lebensdauer von Polstern und Bügel spürbar.

Neetto HS906 Kopfhörerständer

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Ständer aus Holz und Metall mit breiter Auflage für den Bügel, dazu eine Ablage im Fuß.

Vorteile
  • Breite Auflage, verformt den Bügel nicht
  • Steht auch mit schweren Headsets stabil
  • Kabel lässt sich aufwickeln
Zu beachten
  • Braucht rund 12 mal 12 Zentimeter Stellfläche
  • Holzoptik passt nicht zu jedem Aufbau
Einordnung: Klingt nach Kleinkram, verlängert aber die Lebensdauer der Polster und des Bügels spürbar.
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Häufige Fragen

Warum klinge ich dumpf?

Meist sitzt das Mikrofon falsch. Zwei bis drei Zentimeter seitlich vor dem Mundwinkel ist die richtige Position, nicht direkt davor und nicht am Ohr.

Reicht das Mikrofon im Laptop?

Für kurze Absprachen ja. Sobald der Raum hallt oder eine Tastatur mitläuft, hört man den Unterschied zu einem Headset sofort.

Kabelgebunden oder kabellos?

Für Besprechungen am Schreibtisch ist Kabel die zuverlässigere Wahl. Funk lohnt, wenn du beim Telefonieren herumläufst.

Was bringt Rauschunterdrückung?

Sie hilft gegen gleichmäßige Geräusche wie Lüfter, kann die Stimme aber dumpfer machen. Ein gut positioniertes Richtmikrofon braucht sie kaum.

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