WLAN-Repeater richtig einsetzen
Der häufigste Fehler ist die Platzierung. Ein Repeater im Funkloch verstärkt ein schlechtes Signal und macht es nicht besser.
Ein Repeater empfängt das Funksignal des Routers und sendet es weiter. Das bedeutet: was bei ihm ankommt, ist die Obergrenze für alles, was er weitergibt. Steht er dort, wo schon kaum Empfang ist, verteilt er genau diesen schlechten Empfang.
Die richtige Position ist etwa auf halber Strecke zwischen Router und dem Bereich, den du versorgen willst, mit möglichst freier Sicht zum Router. Das klingt banal, ist aber der Unterschied zwischen funktioniert und funktioniert nicht.
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Warum einfache Repeater die Hälfte kosten
Ein Repeater mit nur einem Funkmodul muss abwechselnd mit dem Router und mit deinen Geräten sprechen. Dadurch halbiert sich die nutzbare Übertragungsrate. Für Videotelefonie und Streaming reicht das oft noch, für große Downloads wird es eng.
Modelle mit zwei Bändern nutzen eines davon ausschließlich für die Verbindung zum Router. Diese Rückverbindung ist der entscheidende technische Unterschied und der Grund für den Preisunterschied.
Wenn dir nur Erreichbarkeit im hintersten Zimmer wichtig ist, tut es ein einfaches Modell. Geht es um Geschwindigkeit, führt kein Weg an zwei Bändern vorbei.
FRITZ!Repeater 600
FRITZ!Kompakter Repeater für die Steckdose, der sich per Knopfdruck mit einer FRITZ!Box verbindet.
- Einrichtung per Knopfdruck, kein Handbuch nötig
- Sehr klein, verdeckt die zweite Steckdose kaum
- Günstigster Einstieg im FRITZ!-Umfeld
- Nur ein Frequenzband, halbiert die Übertragungsrate
- Kein LAN-Anschluss
Schaut man sich die Rezensionen und Erfahrungsberichte im Web genauer an, ergibt sich ein recht einheitliches Bild: Für ein einzelnes Funkloch in einer Wohnung reicht er. Wer damit einen ganzen Stock versorgen will, wird enttäuscht.
Mesh statt Repeater
In einem Mesh arbeiten Router und Zusatzgeräte als ein Netz mit einem einzigen Namen. Geräte wechseln automatisch zur besten Station, ohne dass die Verbindung abreißt.
Bei einem klassischen Repeater mit eigenem Netznamen bleibt dein Handy oft am schwachen Router hängen, obwohl der Repeater danebensteht. Das ist der zweithäufigste Ärger nach der Platzierung.
Voraussetzung für Mesh ist, dass Router und Repeater vom selben Hersteller stammen oder denselben Standard unterstützen. Bei FRITZ!-Geräten funktioniert das per Knopfdruck.
FRITZ!Repeater 1200 AX
FRITZRepeater mit Wi-Fi 6 auf beiden Bändern und LAN-Anschluss, der sich in ein FRITZ!-Mesh einfügt.
- Eigenes Funkband für die Verbindung zum Router
- LAN-Buchse, kann auch als Zugangspunkt dienen
- Fügt sich ins Mesh ein, ein Netzname bleibt
- Voller Nutzen nur mit FRITZ!Box
- Braucht eine ganze Steckdose
Schaut man sich die Rezensionen und Erfahrungsberichte im Web genauer an, ergibt sich ein recht einheitliches Bild: Die Einrichtung per Knopfdruck und der stabile Übergang zwischen Router und Repeater sind die Punkte, die am häufigsten positiv auffallen.
Wann ein Kabel die bessere Antwort ist
Repeater mit LAN-Anschluss lassen sich auch als reine Zugangspunkte betreiben. Dann kommt das Signal per Kabel an und wird nur noch verteilt, ohne Verlust durch die Funkstrecke.
Das ist technisch die beste Lösung und der Grund, warum sich ein Netzwerkkabel bis in die Wohnungsmitte fast immer lohnt, auch wenn es zunächst nach Aufwand aussieht.
Powerline über die Stromleitung ist die Zwischenlösung. Das Ergebnis hängt stark von der Hausinstallation ab und ist im Altbau mit vielen Stromkreisen oft enttäuschend.
Häufige Fragen
- Wo stelle ich einen Repeater auf?
Etwa auf halber Strecke zwischen Router und Funkloch, mit möglichst freier Sicht zum Router. Nicht ins Funkloch selbst.
- Halbiert ein Repeater die Geschwindigkeit?
Bei einfachen Modellen mit nur einem Funkmodul ja. Geräte mit einem eigenen Band für die Rückverbindung zum Router vermeiden das.
- Was ist der Unterschied zu Mesh?
Im Mesh haben alle Stationen denselben Netznamen und Geräte wechseln automatisch zur besten. Ein klassischer Repeater hat oft ein eigenes Netz, an dem Geräte hängenbleiben.
- Kann ich einen Repeater per Kabel anschließen?
Wenn er eine LAN-Buchse hat, ja. Das ist technisch die beste Lösung, weil die Funkstrecke zum Router entfällt.
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