Externe Festplatte für den Fernseher
Wenn der Fernseher die Festplatte nicht erkennt, liegt es fast immer am Strom aus dem USB-Anschluss und nicht an der Platte.
Aufnehmen über den Fernseher klingt einfach und scheitert erstaunlich oft an zwei Punkten. Der erste ist die Stromversorgung: viele USB-Anschlüsse an Fernsehern liefern weniger Strom, als eine Festplatte beim Anlaufen zieht. Der zweite ist das Dateisystem, denn der Fernseher richtet die Platte nach seinen eigenen Regeln ein.
Beides lässt sich vorher klären, dann funktioniert es auf Anhieb.
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Der richtige Anschluss am Fernseher
Viele Geräte haben mehrere USB-Buchsen mit unterschiedlicher Stromabgabe. Die für Aufnahmen vorgesehene ist oft mit HDD beschriftet oder mit einer Angabe wie 5V und 900mA. Genau die brauchst du.
Reicht der Strom nicht, meldet der Fernseher entweder gar nichts oder bricht die Aufnahme nach kurzer Zeit ab. Ein Y-Kabel, das den Strom aus einer zweiten Buchse oder einem Netzteil zieht, löst das zuverlässig.
Eine Platte im 2,5-Zoll-Format ist hier die richtige Wahl, weil sie ihren Strom komplett über USB bezieht. Große 3,5-Zoll-Platten brauchen ohnehin ein eigenes Netzteil.
Intenso Memory Drive mit 2 TB
IntensoExterne 2,5-Zoll-Festplatte, die ihren Strom über USB bezieht und dadurch ohne Netzteil am Fernseher läuft.
- Kein Netzteil nötig, ein Kabel reicht
- 2 TB reichen für sehr viele Aufnahmestunden
- Klassische Magnetplatte, für Daueraufnahme gedacht
- Muss vom Fernseher formatiert werden, Daten gehen dabei verloren
- Nicht jeder USB-Anschluss am TV liefert genug Strom
Schaut man sich die Rezensionen und Erfahrungsberichte im Web genauer an, ergibt sich ein recht einheitliches Bild: Am Fernseher wird sie meist ohne Umwege erkannt. Wenn es klemmt, liegt es fast immer am zu schwachen USB-Anschluss des Geräts.
Warum eine SSD hier die falsche Wahl ist
Beim Aufnehmen schreibt der Fernseher stundenlang einen gleichmäßigen Datenstrom. Genau dafür ist eine Magnetplatte gebaut, und sie kostet pro Terabyte einen Bruchteil einer SSD.
Die Stärke einer SSD, nämlich sehr schnelle Zugriffe auf viele kleine Dateien, spielt bei einer einzigen großen Videodatei keine Rolle. Du bezahlst also für etwas, das in diesem Einsatz nichts bringt.
Zur Größe: eine Stunde in hoher Auflösung belegt grob zwischen vier und acht Gigabyte. Mit zwei Terabyte kommst du damit auf mehrere hundert Stunden.
Die Formatierung und was dabei verloren geht
Der Fernseher richtet die Platte für Aufnahmen selbst ein und bindet sie dabei an genau dieses Gerät. Alle vorhandenen Daten sind danach weg, deshalb gehört dort keine Platte hin, auf der noch etwas liegt.
Die Kopplung an das Gerät ist Absicht und dient dem Kopierschutz. Die Aufnahmen lassen sich später weder an einem anderen Fernseher noch am Rechner abspielen. Wenn du Aufnahmen archivieren willst, ist der Weg über einen Rekorder mit Netzwerkfunktion der bessere.
Nimmst du die Platte zwischendurch mit an den PC, meldet Windows möglicherweise, sie müsse formatiert werden. Diese Meldung unbedingt ablehnen, sonst sind die Aufnahmen verloren.
Häufige Fragen
- Warum erkennt mein Fernseher die Festplatte nicht?
In den meisten Fällen liefert der USB-Anschluss zu wenig Strom. Nutze die Buchse mit der höchsten Stromabgabe, oft mit HDD beschriftet, oder ein Y-Kabel.
- Gehen meine Daten beim Anschließen verloren?
Ja. Der Fernseher formatiert die Platte für Aufnahmen und löscht dabei alles. Nutze deshalb eine leere Platte.
- SSD oder Festplatte für Aufnahmen?
Festplatte. Sie ist für dauerhaftes Schreiben ausgelegt und pro Terabyte deutlich günstiger. Die Vorteile einer SSD bringen hier nichts.
- Kann ich die Aufnahmen am PC ansehen?
In der Regel nicht. Die Aufnahmen sind an den Fernseher gebunden, mit dem sie erstellt wurden. Das ist Kopierschutz und lässt sich nicht umgehen.
- Wie groß sollte die Platte sein?
Eine Stunde in hoher Auflösung belegt etwa vier bis acht Gigabyte. Zwei Terabyte reichen für mehrere hundert Stunden.
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